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Lauterbach für Abschaffung der Praxisgebühr |
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Köln – Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach ist für die Abschaffung der Praxisgebühr. Sie habe überflüssige Arztbesuche nicht begrenzen können und sei „bei Ärzten wie Patienten gleichermaßen unbeliebt“, sagte Lauterbach dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ vom Freitag.
Außerdem sollten die Krankenkassen wieder unterschiedliche Beitragssätze erheben können. Der seit Anfang 2009 geltende Einheitsbeitragssatz fiele damit weg. Zur Gegenfinanzierung einer gestrichenen Praxisgebühr schlug Lauterbach vor, höhere Preise für neue Arzneimittel nur noch dann von den Kassen ersetzen zu lassen, wenn es sich um „echte Innovationen“ handele und nicht „nur scheinbar neue Präparate“.
Mit der Rückkehr zu unterschiedlichen Beitragssätzen solle der Wettbewerb unter den Kassen gestärkt werden. Lauterbach plädierte dafür, das gesetzliche Krankenversicherungssystem durch einen langfristig steigenden Steueranteil zu unterstützen. Damit könnten auch in einer alternden Bevölkerung die Beiträge stabil gehalten werden. Deutsches Ärzteblatt Donnerstag, 14. Januar 2010 |